Clouth Gelände Köln

Köln-Nippes gilt als eines der ‚kölschsten’ Veedel überhaupt – charakteristisch für Nippes sind vor allem das städtische Flair, gute Einkaufsmöglichkeiten und ein hoher Freizeitwert. Das industriell geprägte Clouth-Gelände ist ein Teil davon und hat ein großes Potenzial, sich in Zukunft zu einem attraktiven und lebendigen Stadtquartier zu entwickeln. Die übergeordnete Entwurfsidee der städtebaulichen Entwicklung des wichtigen Teilbereiches des Clouth-Geländes ist durch drei übergeordnete stadträumliche Entscheidungen geprägt.

› Blöcke, Höfe und Körnung. Die gewählte Blockgröße der neuen Bebauung orientiert sich sowohl an der Blockrandbebauung der Umgebung im Bestand als auch an die im Rahmenplan abgebildeten Blockgrößen des übrigen Teils des Clouth-Geländes. Durch die Bildung von drei etwa gleichgroßen Blöcken im engeren und zusätzlich zwei weiteren im erweiterten Wettbewerbsgebiet wird eine Körnigkeit vorgeschlagen, die eine interessante Abfolge von inneren Höfen zulässt.

› Kante und Öffnung. Entlang der Niehler Straße wird mit einem respektvollen Umgang mit der unter Denkmalschutz stehenden Fassade und der vorgeschlagenen Bürobebauung eine klare Raumkante definiert. Intelligente Öffnungen der Fassade am neuen Geh- und Radweg sowie neben der ebenfalls unter Denkmalschutz stehenden Halle 29 öffnen das neue Quartier für Fußgänger und Radfahrer. Die Gebäudestruktur entlang der Planstraße 1 öffnet sich in Richtung des Quartiersplatzes. Die städtebaulich-freiräumliche Grundstruktur erzeugt ein interessantes Wechselspiel zwischen öffentlichen und privaten Räumen. Trotz einer vergleichsweise hohen städtebaulichen Dichte sind räumliche Rückzugsmöglichkeiten in den inneren Bereichen klar erkennbar.

› Verbindungen und Orientierungspunkte. Der neue Geh- und Radweg zwischen Blücherstraße und Planstraße 1 schafft eine neue wichtige Verbindung und verankert die Neuplanung fest im Quartier. Gleichzeitig ist dieser Bereich von entscheidender Bedeutung für den Übergang zum weiteren Wettbewerbsgebiet. Die Hochpunkte mit fünf Geschossen entlang der Planstraße 1 bieten den Bewohnern wichtige Orientierungspunkte. Das Bürogebäude an der Xantener Straße bildet dabei den logischen Abschluss und markiert zugleich den Eingang ins Quartier.

Projekt
Städtebaulicher Einladungswettbwerb
Auftraggeber
Moderne Stadt Köln GmbH
Themenschwerpunkte
Wohnen, Gewerbe, Dienstleistungen
Bearbeiter
Hendrik Jansen, Jan Garde, Sonja Hellali-Milani
Zeitraum
11/2013 - 01/2014