Machbarkeitsstudie Kurt-Schumacher-Straße Lünen

Die Kurt-Schumacher-Straße stellt sich als vielbefahrene „Stadtautobahn“ mit starker Barrierewirkung dar. Sie trennt die Lüner Innenstadt von der sog. „Kulturinsel“ und vernachlässigt aufgrund einer autogerechten Gestaltung und Dimensionierung Fußgänger*innen und Radfahrer*innen. Um diese Missstände zu beheben, braucht es eine Perspektive für eine nachhaltige Transformation des Straßenraums, die städtebauliche und verkehrsplanerische Aspekte vereint. Die Kurt-Schumacher-Straße soll zukünftig als lebenswerter Stadtraum erlebbar sein und zusätzliche Qualitäten für die Achse zwischen Innenstadt und „Kulturinsel“ erzeugen. In drei aufeinander folgenden Szenarien werden Entwicklungsschritte skizziert. Dabei werden verschiedene Annahmen zugrunde gelegt, die von minimalen Änderungen des Status-quo bis hin zu progressiveren Denkweisen führen. Allen gemein, ist der Ansatz neue Qualitäten zu schaffen und einen Beitrag für die Mobilitätswende zu leisten. Hierbei wird der Fuß- und Radverkehr in den Vordergrund gestellt. Der Knotenpunkt an der Neuberinstraße wird dahingehend umgebaut, dass Fußgänger*innen und Radfahrer*innen die viel befahrene Kurt-Schumacher-Straße queren können. Um eine prägnante Verbindung zwischen Innenstadt und „Kulturinsel“ herzustellen, soll dem Theater sprichwörtlich der „rote Teppich“ ausgerollt werden. Die bereits bestehende Blickbeziehung wird hierdurch gestärkt und es können weitere Synergien zwischen Stadt und Theater entstehen.

Projekt
Städtebaulich-Verkehrplanerische Machbarkeitsstudie
Auftraggeber
Stadt Lünen
Themenschwerpunkte
Mobilität, Öffentlicher Raum, Wohnen und Gewerbe
Betrachtungsraum
ca. 14 ha
Zeitraum
10/2020 – 11/2021
Kooperationspartner
Orange Edge, Hamburg und SSP Ingenieure, Stuttgart/Köln